Wir im Senat

WIR IM SENAT

Das höchste beschlussfassende Gremium

Das letzte Jahr im Senat

In der bereits vorhergegangenen Legislaturperiode (April 2016 – April 2017) lag der Fokus des Senats vor allem auf der studierendenfreundlichen Überführung der Lehramtsstudiengänge ins Bachelor-Master-System und der Abschaffung des Latinums als Studienvoraussetzung. Andere wichtige Themen waren die schwierige Situation von Wissenschaft und Bildung in der Türkei sowie die Flüchtlingssituation in Deutschland und wie sich beides auf Studium und Lehre in Köln auswirkt. Die nun vergangene Legislaturperiode (April 2017 – heute) bot ihre ganz eigenen Herausforderungen.

Studiengebühren

Die im Frühjahr 2017 gewählte neue Landesregierung plant, nach dem Vorbild von Baden-Württemberg Studiengebühren für solche Studierende einzuführen, die aus dem Nicht-EU-Ausland stammen. Die Gebühren sollen dabei in einer Höhe von ca. 1500 € pro Semester liegen und den Universitäten, so FDP-Chef Lindner, auf mittlere Sicht bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr einbringen.

Als studentische Vertreter ist die Einführung von jeglichen Gebühren zulasten Studierender für die UNABHÄNGIGEN nicht tragbar. So sehr man den grundsätzlichen Sinn und Unsinn von Schulgeld und Tuition (wie es in vielen anderen Ländern üblich ist) diskutieren kann, sehen wir uns als Studierendenvertretung in der Pflicht, für die besten Bedingungen für alle gegenwärtigen und zukünftigen Kommilitoninnen und Kommilitonen einzutreten. So setzten sich die UNABHÄNGIGEN dafür ein, dass der Senat sich als höchstes beschlussfassendes Gremium der Uni mit studentischer Beteiligung in einer öffentlichen Stellungnahme von der Einführung solcher Gebühren distanziert und die Landesregierung auffordert, von den Plänen Abstand zu nehmen.

Sanierung Hauptgebäude

Bereits seit 2015 finden Bauarbeiten am Hauptgebäude statt. Die Universität wurde seit ungefähr 40 Jahren nicht mehr saniert, sodass diverse Sanierungsarbeiten bereits seit Jahrzehnten überfällig sind. Nach dem Hauptgebäude sollen die WiSo-Gebäude folgen und nach und nach über die Jahre sämtliche Universitätsgebäude renoviert, saniert und auf moderne Brandschutzstandards gebracht werden. Dies hat zwangsweise die räumliche Verlegung diverser universitärer Einrichtungen zufolge. Zudem werden das siebenstöckige sogenannte Rechtshaus der juristischen Fakultät in der Gottfried-Keller-Straße aufgrund eines Asbest-Fundes sowie das Gebäude der Physik wegen eines PCB-Problems ebenfalls renoviert. Die UNABHÄNGIGEN deckten im Senat den fehlenden Informationsfluss über die Umzugspläne zu Studierenden auf, stellten die Kommunikation zwischen Rektorat und den Fachschaften der betroffenen Studierenden her und wirken vor allem in der Bibliothekskommission und in Zusammenarbeit mit den Fachschaften an den Fakultäten darauf hin, dass die Bauarbeiten nicht zulasten der Studierenden und der Studienbedingungen gehen. Sie konnten unter anderem erreichen, dass das Rektorat gemeinsam mit dem Baudezernat Gespräche mit der KVB führt, um die Anbindung an potentielle Auslagerungsgebäude zu verbessern, und mit dem KStW die Möglichkeiten der Versorgung vor Ort erörtert.

Berufungsverfahren

Die Engeren Fakultäten legten dem Senat auch wieder diverse Berufungsvorschläge vor, um neue Professorinnen und Professoren an die Universität zu holen. Hier kam es dieses Jahr einige Male vor, dass die Studierendenvertreter in den Engeren Fakultäten entweder gegen die Berufungsvorschläge gestimmt oder sich enthalten hatten. Die UNABHÄNGIGEN nahmen den Kontakt zu den entsprechenden Vertretern auf und setzten sich im Senat dafür ein, keine Professorinnen oder Professoren zu berufen, gegen die sich Studierende ausgesprochen hatten. Mit Erfolg: Für mehrere Berufungsverfahren forderte der Rektor die jeweiligen Dekane auf, die Listen in der Fakultät im Sinne der Studierenden neu zu besprechen oder griff selbst in das Verfahren ein.

Wahl von Gremienmitgliedern

Eine der Hauptaufgaben des Senats ist es, die Senatskommissionen und -ausschüsse mit Mitgliedern zu besetzen. In den Gremien findet die inhaltliche Arbeit statt, während der Senat übergeordnetes Gremium ist. In diversen Kommissionen setzen sich die UNABHÄNGIGEN jedes Jahr für studierendenfreundliche Bedingungen, Transparenz gegenüber Studierenden und die Wahrnehmung des studentischen Mitbestimmungsrechts ein. Dazu gehören unter anderem die Kommission für Planung und Finanzen, die Kommission für Information und Kommunikation, die Bibliothekskommission, die Kommission für die Vergabe von Stipendien und viele mehr.

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