Wir im Senat

Wir im Senat

das höchste beschlussfassende Gremium

Der Senat ist universitätsintern das höchste beschlussfassende Gremium mit studentischer Beteiligung. Er ist und bleibt das oberste und wichtigste Organ für studentische Mitbestimmung. Dort diskutieren die Fakultäten mit dem Rektorat und den gewählten Senatoren über Themen, die die gesamte Universität betreffen. Darunter fallen unter anderem fakultätsübergreifende Studienreformen, Berufungen von Professoren, der Haushalt der Universität und universitätsinterne Regelungen wie Satzungen, Ordnungen oder die Struktur der Universität, beziehungsweise ihrer zentralen Verwaltung.

Wer sitzt im Senat

Wir im SenatDer Senat besteht aus 14 stimmberechtigten (mit 17 Stimmen) und 16 beratenden Mitgliedern. Die stimmberechtigten Mitglieder sind je ein Senator pro Fakultät aus der Gruppe der Professoren mit jeweils 1.5 Stimmen, drei Senatoren der wissenschaftlichen Mitarbeiter, zwei Senatoren der Mitarbeiter in Technik und Verwaltung und drei studentischen Senatoren.
Beratende Mitglieder sind alle Prodekane (Prodekane für Forschung, Planung und wissenschaftliches Personal, Lehre und Studium, Internationales und Gleichstellung und Diversität) sowie der Kanzler, die Gleichstellungsbeauftragte, der 1. AStA-Vorsitzende, die Vertrauensperson der Schwerbehinderten, der Sprecher des Rates der wissenschaftlichen Mitarbeiter, der Personalratsvorsitzende der wissenschaftlichen Mitarbeiter, der Personalratsvorsitzende in Technik und Verwaltung und die Dekane der sechs Fakultäten. Vorsitzender des Senats ist der Rektor, der dort, wie die beratenden Mitglieder, nicht stimmberechtigt ist.

Was macht der Senat

In diesem Jahr stand besonders die Einführung einer neuen Grundordnung im Zuge des neuen Hochschulzukunftsgesetzes im Fokus. Des Weiteren Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth wiedergewählt, eine Busniess School als GmbH gegründet und eine neue Wahlordnung beschlossen. Zu diesen und allen weiteren Themen konnten sich die UNABHÄNGIGEN konstruktiv einbringen und die Interessen der Studierenden vertreten.
Es gibt verschiedene Unterkommissionen des Senats, die aus diesem heraus benannt werden. Sie übernehmen einen maßgeblichen Teil der Vor- und Zuarbeit für den Senat und sind bis auf wenige Ausnahmen auch mit Studierenden besetzt. Die UNABHÄNGIGEN wollen mit Deiner Stimme weiter im Senat mitwirken und diese Prozesse so begleiten, dass Deine Interessen zur Geltung kommen und an den richtigen Stellen angebracht werden können.

Die neue Grundordnung

Durch das neue Hochschulzukunftsgesetz musste die Grundordnung der Universität überarbeitet werden, was zur Folge hatte, dass sich die Universität sogar eine komplett neue Grundordnung gegeben hat. Im Zuge dessen wurde unter anderem eine Zivilklausel eingeführt. Eine Zivilklausel ist in der Regel eine Selbstverpflichtung der Universität, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen. In der Vergangenheit war dies nicht möglich, da eine restriktive Zivilklausel gegen die im Grundgesetz verankerte Forschungsfreiheit verstieß und eine deskriptive Klausel durch das Hochschulgesetz verboten war. Durch die Gesetzesänderung ist eine deskriptive Zivilklausel in der Grundordnung zulässig geworden und wir haben uns für eine Sinnvolle Ausgestaltung dieser eingesetzt. Durch die Formulierung muss kein Wissenschaftler mit erschwerten Bedingungen forschen. Die Tätigkeit von Ethikkommissionen bleibt davon selbstverständlich unberührt.
Außerdem wurde die Kommission für Studium und Lehre in die Kommission für Studium, Lehre und die Belange der Studierenden transformiert. Sie ist nun paritätisch mit 6 Professoren und 6 Studierenden besetzt. Hierbei haben sich die UNABHÄNGIGEN dafür eingesetzt, dass bei einem Beschluss des Senats, der gegen die Stimmen aller stimmberechtigten Mitglieder einer Statusgruppe gefasst wird, erst durch einen weiteren Senatsbeschluss bestätigt werden muss. In der Zwischenzeit wird die betreffende Komission erneut über den Vorschlag beratschlagen. Die UNABHÄNGIGEN haben sich für dieses Veto-Recht eingesetzt um der Stimme der Studierenden an der wichtigsten Stelle mehr Gewicht zu verleihen. Weiterhin wurde aufgrund der Gesetzesreform ein Rat für die studentischen Hilfskräfte eingeführt. Bei seiner Ausgestaltung haben wir uns für eine sinnvolle Konstruktion eingesetzt, die allen Studierenden das passive Wahlrecht zuteilwerden lässt.
Im Laufe des Jahres haben die UNABHÄNGIGEN sich dafür eingesetzt, dass es einen hauptberuflichen Prorektor geben kann, um der starken Auslastung des Prorektorats für Studium und Lehre entgegenzuwirken. Dabei wurde darauf geachtet, dass es künftig weiterhin nicht möglich ist, dass das gesamte Rektorat von Externen besetzt ist. Im Zuge der neuen Grundordnung konnten wir außerdem durchsetzen, dass die Universität sich dazu verpflichtet transparent den Erwerb von Drittmitteln und damit verbundenen Forschungsprojekten zu dokumentieren.

KLIPS / 2.0 … 3.0?

KLIPS, der Kölner Lehr-, Informations- und Prüfungs-Service, ist das Online-Portal, mit dem die Veranstaltungsbelegung und die Raumbuchung der Universität abgewickelt wird. Seit 2005 wird das System genutzt und erfreut sich seitdem stetig wachsender Unbeliebtheit. Die größten Klagepunkte des ursprünglichen Systems sind die Seminarplatzvergabe, die für Studierende völlig intransparent und scheinbar absolut willkürlich erscheint, die Terminierung der Belegungsphasen und die offensichtlich unflexible Raumverteilung. Diese führt dazu, dass die Probleme überfüllter Hörsäle oder sich überschneidender Veranstaltungen darüber „gelöst“ werden, dass Studierende ihren Veranstaltungen fernbleiben. Im vergangenen Jahr ist, im Zuge der Modellakkreditierung und der damit einhergehenden Studienreform, das System KLIPS durch ein neues Online-Portal ersetzt worden, KLIPS 2.0, welches auf Dauer für alle Funktionen und Studiengänge eingesetzt werden soll.
Einige Funktionen sind bereits für alle Studierenden freigeschaltet, insbesondere Funktionen des Studierendensekretariats. Die mit der Modellakkreditierung neu eingeführten Studiengänge ab dem Wintersemester 2015/16 laufen bereits vollständig über das neue System. In Zukunft sollen auch die Anrechnung von Leistungen, die Prüfungsanmeldung und die Masterplatzvergabe darüber laufen.
Der Zeitplan zur Einführung konnte schon im vergangenen Jahr nicht eingehalten werden und ist auch weiterhin fraglich. Viele externe Bedingungen konnten nicht erfüllt werden oder laufen noch nicht zufriedenstellend. Die UNABHÄNGIGEN haben sich dafür eingesetzt, dass das alte System, sollte eine Überführung nicht fehlerfrei möglich sein, insbesondere für die alten Studiengänge bis zum Ende der Auslaufsordnungen bestehen bleibt. Geplant ist bisher nur eine Fortführung bis 2017.
Die UNABHÄNGIGEN setzen sich dafür ein, dass Studierende nicht zwanghaft in Studiengangsformen überführt werden, die für sie möglicherweise nicht attraktiv sind. Stattdessen fordern wir, dass der Übergang optional ist – und Studierende somit die Möglichkeit haben, sich für die individuell beste Studienform zu entscheiden.
Darüber hinaus sehen die UNABHÄNGIGEN, was die Anrechnung von Leistungen, die Anmeldung zu Prüfungen und die Masterplatzvergabe angeht, im Hinblick auf KLIPS 2.0 den Vorteil, dass die Prozesse zentraler und transparenter ablaufen. Dennoch sehen wir die große Gefahr, dass die fachspezifischen Anforderungen an diese Prozesse untergehen und sprechen uns für eine größtmögliche Berücksichtigung der Wünsche der Studierenden und der Fakultäten in diesen Punkten aus.
Das neue System hat bereits jetzt einige vorher nicht einsehbare Probleme hervorgerufen. So gibt es zum Beispiel datenschutztechnische Probleme, da Studierenden- und Mitarbeiteraccounts (bei SHKs) verknüpft werden und ein Wechsel zwischen diesen ohne erneute Passwortabfrage möglich ist. Die Raumverwaltung nutzt noch immer Stift und Papier zur Vergabe der Räume – auch dort liegen erhebliche Mängel im System vor. Für den Studierenden das größte und offensichtlichste Problem ist allerdings die einfach viel zu komplizierte und unübersichtliche Bedienung bei KLIPS 2.0. Die Bezeichnungen sind oftmals irreführend, was dem doch etwas anderen Sprachgebrauch der Schweizer Entwickler geschuldet ist. Es benötigt unverständlich viele “Klicks” und viele neue “Fenster”, bis man auch nur eine Veranstaltung belegt hat. Nicht nur deswegen spricht man in einigen Kreisen bereits jetzt von einem Klips 3.0. Die UNABHÄNGIGEN setzen sich dafür ein, dass das System zeitnah an den kritischen Punkten angepasst wird und keine weiteren Kosten entstehen werden.

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