Wir in Gremien

Wir in Gremien

inhaltliches Arbeiten

Wir in GremienIn den beschlussfassenden Gremien der Universität kann die inhaltliche Arbeit meist nicht direkt erfolgen. Auf der Universitätsebene betrifft das vor allem den Senat, auf Fakultätsebene die jeweilige Engere Fakultät.
Für die eigentliche Arbeit gibt es daher diverse Kommissionen auf Universitäts- und Fakultätsebene, in denen in der Regel auch Studierende vertreten sind. In den meisten dieser Gremien sitzen auch Vertreter der UNABHÄNGIGEN. Die wichtigsten findet ihr hier.

Wir in der Kommission für Lehre und Studium

Die Kommission für Lehre und Studium (LSK) ist eine Kommission, die direkt dem Senat unterstellt ist. Sie berät die Universitätsleitung und den Senat in allen wichtigen Fragen des Studiums und der Lehre. Hier werden zum Beispiel Promotions- und Prüfungsordnungen für die Fakultäten erarbeitet und abgestimmt. Zwar hat der Senat das letzte Votum, jedoch hält dieser sich meist an die Empfehlung der LSK.
Teilweise arbeitet die LSK auch über Ausschüsse, wie den Masterzulassungsausschuss und den Lenkungsauschuss Modellakkreditierung (liebevoll bei den Studierenden “LAMA” genannt). So kann viel der inhaltlichen Arbeit für die LSK in kleineren Diskussionsgruppen vorbereitet werden. In der LSK sitzen die Prodekane und andere Vertreter der Fakultäten, Vertreter des Rektorats und natürlich auch der Studierenden. Die studentischen Vertreter haben insgesamt sechs Stimmen, von denen wir, die UNABHÄNGIGEN, über zwei verfügen. Somit haben die Studierenden genauso viele Stimmen wie die Studiendekane.
Dieses Jahr haben wir mehrere wichtige Erfolge in der Kommission erzielt. Einer der bedeutendsten Erfolge war die Verlängerung der alten Prüfungsordnung. Durch die Modellakkreditierung wurden zum Wintersemester 2015/16 die Studiengänge geändert. Es war vorgesehen, dass alle Studierenden, die davor ihr Studium angefangen haben, zum Sommersemester 2017 in die jeweilige neue Prüfungsordnung zwangsüberführt werden. Die UNABHÄNGIGEN haben beantragt, dass allen Studierenden die eineinhalbfache Regelstudienzeit in ihrer Prüfungsordnung zugesprochen wird. Es wurden inzwischen die meisten der neuen Prüfungsordnungen abgestimmt, sodass jeder Studi das Studium dieses Wintersemester mit einer Prüfungsordnung beginnen konnte, die zumindest in der LSK schon geprüft wurden.
Auch die Umsetzung des Hochschulzukunftgesetzes (HZG) wird in der LSK besprochen. In diesem ist beispielsweise die Anwesenheitspflicht geregelt. Die Klassifizierung der einzelnen Module bezüglich der Anwesenheitspflicht wurde universitätsweit gemäß dem HZG umgesetzt. So wurde die Anwesenheitspflicht in allen Modulen abgeschafft, die nicht einer Ausnahme gemäß des HZGs entsprechen. Diese Regelung wurde auch in den neuen Prüfungsordnungen umgesetzt. Anwesenheitspflichtige Kurse sind zum Beispiel Praktika und Seminare, die in kleinen Gruppen und mit einem großen Diskussionsanteil abgehalten werden.
Natürlich blicken wir nicht nur zurück. Wir haben auch Ziele für die Zukunft. Passend zu den neuen Prüfungsordnungen fordern wir optimale Bedingungen für Studierende, die von ihrer jetzigen Prüfungsordnung in die neue wechseln möchten. Dazu gehört neben einer umfassenden Beratung auch die Gewissheit, dass, im Falle eines Wechsels, kein Studierender schlechter gestellt werden kann, sei es durch den Verlust von Credit Points oder eine schlechtere Durchschnittsnote. Selbstverständlich setzen wir uns dafür ein, dass auch weiterhin alle Punkte des HZGs studierendenfreundlich umgesetzt werden und auch weiterhin die Lehre an der Universität zu Köln im Sinne der Studierenden beschlossen wird.

Wir in der Kommission für Information und Kommunikation

Die „Kommission für Information und Kommunikation“ (IuKK) ist eine Senatskommission, die sich um informationstechnische Belange und Angelegenheiten der Universität zu Köln kümmert. Darunter fallen z.B. der Ausbau der IT-Infrastruktur der einzelnen Fakultäten und die Verbesserung der Bereitstellung von Dokumenten aus den Universitätsbibliotheken.
Auch die Überprüfung bzw. Beaufsichtigung von KLIPS und ILIAS gehört zum Aufgabenbereich.
Die Kommission ist größtenteils dafür da, andere Gremien, sowie die Institute bei ihrer Arbeit zu kontrollieren und zu unterstützen.
So wurde zum Beispiel im letzten Jahr eine Richtlinie für den Ausbau von Lehrräumen erarbeitet, die besagt, welche Ausstattung ein Hörsaal, Seminarraum, Gruppenarbeitsraum usw. haben muss, der ab jetzt gebaut oder renoviert wird. Dabei wurde zuerst eine Kategorisierung der Lehrräume nach ihrer Größe vorgenommen und dann eine Priorisierung aller Ausstattungsmerkmale festgelegt. Damit wird garantiert, dass nun alle Lehrräume mit funktionierenden Beamern, gutem WLAN und genügend Steckdosen versehen werden.
Des Weiteren hat man in der IuKK den Web-Relaunch der Universitätshomepage (www.uni-koeln.de) begleitet. Diese hat ab dem ersten Juli 2015 ein völlig neues Design bekommen, welches nun auch responsiv ist, sich also den Bildschirmen von Smartphones und Tablets anpasst. Dazu wurde auch ein Nutzungsleitfaden geschrieben, damit bis Anfang 2016 alle Fakultäten ihre Websites dementsprechend anpassen können, um so ein universitätsweites Corporate Design zu schaffen.
Unter die Aufgaben dieser Kommission fallen auch die Modernisierung des Bibliothekssystems und die Reorganisation der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB). Da die Universität zu Köln momentan über mehr als 150 Fachbibliotheken verfügt, möchte man eine zentrale Verbunddatenbank schaffen, um den Bestand aller Werke in einer Datenbank zusammenzufassen und Missstände und Überkapazitäten so besser feststellen zu können. Mit der Reorganisation der USB sind unter anderem die Anpassungen der internen Organisation, die Kooperation mit anderen Bibliotheken, die Zusammenarbeit mit den dezentralen Bibliotheken der Uni, die Schaffung von Lernorten, sowie eine Nutzerforschung gemeint. Dafür wurde im ersten Anlauf eine umfassende Umfrage mit Studierenden und Mitarbeitern durchgeführt, um einen Überblick über die Probleme der USB zu bekommen. Diese wurden dann in der Kommission ausgewertet und Lösungsmöglichkeiten diskutiert, die den Verantwortlichen der USB mitgegeben wurden, um eine Verbesserung der Bibliothek zu schaffen.

Wir in der Vergabekommission der Stiftung für Studium und Lehre

Stipendien sind eine gute Sache – da sind wir uns alle einig. Doch wie sieht das an unserer Universität mit den Stipendien und insbesondere sozialen Stipendien eigentlich aus?
Die Universität zu Köln vergibt jedes Wintersemester im Zuge der “Stiftung für Studium und Lehre” das so genannte Deutschlandstipendium. Bei diesem steht jedem durch private Geldgeber gespendeten Stipendium ein durch öffentliche Mittel des Bundes bzw. des Landes finanziertes Stipendium gegenüber. In diesem Jahr konnten so 318 Stipendien vergeben werden – das sind bei 300 € monatlich für den glücklichen Empfänger also insgesamt ca. 1,15 Millionen Euro.
Das klingt zunächst nach einer hohen Summe – doch schaffen es vergleichbar kleine Universitäten, teilweise mehr Mittel für ihre Studenten zu akquirieren. Wir setzen uns in der “Vergabekommission für das Stipendienprogramm der Stiftung für Studium und Lehre” dafür ein, dass mehr Geldgeber für die Stipendien gefunden werden und somit auch die öffentlichen Zuschüsse steigen. Dort wirken ständig zwei Studierende mit – zur Zeit beide von den UNABHÄNGIGEN. Wir sehen noch großes Potential bei der Gewinnung von Geldgebern aus der privaten Wirtschaft und setzen uns dafür ein, dass durch eine erweiterte Bewerbung dieses Stipendiums bei den der Universität zu Köln verbundenen Firmen dieses auch ausgenutzt werden kann.
Die Stipendien werden bislang an den meisten Fakultäten unter den Bewerbern fast ausschließlich anhand der besten Noten verteilt. Das heißt, unabhängig von sonstigen Kriterien zählt je nach Bewerbungszeitpunkt nur die Abitur-, Zwischen- oder Bachelornote. Bei gerademal einem Stipendium pro Fakultät werden dabei zusätzlich soziale Kriterien berücksichtigt. Wir fordern eine Erhöhung dieser Quote und generell eine Berücksichtigung weiterer Kriterien (über die Note hinaus) bei den Bewerbern.
Ferner möchten wir auch über unbekannte Stipendien informieren. Mit Deiner Stimme für die UNABHÄNGIGEN förderst DU unsere Idee von einer Stipendienberatung, die wir in Gesprächen mit der Universität umsetzen möchten.

Wir in der Zentralen QVM-Kommission

In der QVM-Kommission wird über die Verwendung der Mittel zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre entschieden. Das Gremium zählt zu den wenigen Gremien, die mehrheitlich mit Studierenden besetzt sind. Das bedeutet hier konkret, dass die Studierenden gegenüber anderen Vertretern der Hochschule die absolute Mehrheit besitzen. Insgesamt werden jährlich Mittel von ca. 23 Mio Euro sowohl zentral als auch dezentral an den Fakultäten vergeben. Die zentrale QVM-Kommission arbeitet mit zwei unterschiedlichen Antragsverfahren:
Zum Einen können Zentrale Einrichtungen und zentrale Maßnahmen Mittel bei der zentralen QVM-Kommission beantragen. Diese berät dann halbjährlich nach dem jeweiligen Ablauf der Antragsfrist vor allem mit Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Mittel über die einzelnen Anträge.
Zum Anderen besteht für Fakultäten, Institute/Lehrstühle und zentrale Einrichtungen/Servicestellen die Möglichkeit im Rahmen der Ausschreibung „Innovation in der Lehre“ QV-Mittel zu beantragen. Diese erfolgt in der Regel alle 2 Jahre. Im Rahmen der „Innovation in der Lehre“ werden vor allem fakultätsübergreifende Projekte mit möglichst großem Mehrwert und Innovationsgehalt gefördert.
Die jüngste Sitzung um über Anträge der Ausschreibung „Innovation in der Lehre“ zu beraten fand dabei Ende April statt. Hierbei wurden Förderungen für Projekte bis 2017 beschlossen.

Wir in Berufungskommissionen

Eine Berufungskommission (BK) ist ein Gremium der Engeren Fakultät. Sie berät über geeignete Kandidaten für eine ausgeschriebene Professur an der Uni und verfasst eine Liste nach deren Reihenfolge die Bewerber für die Stelle angefragt werden, die zuvor vom Senat verabschiedet werden muss. In der BK sitzen Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeiter, studentische Vertreter und externe Mitglieder. BKs finden ständig statt, alleine an der WiSo-Fakultät wurden dieses Jahr über zehn neue Professuren ausgeschrieben. Dies ist an anderen Fakultäten ähnlich.
Dort sitzen wir, die UNABHÄNGIGEN, und vertreten die Interessen der Studierenden.
In einer BK erhalten die Mitglieder alle Bewerbungen der Kandidaten und können sich ein Bild über diesie machen. In mehreren Sitzungen gilt es zu entscheiden, welcher Kandidat am besten für die jeweilige Professur geeignet ist. Bei den Auswahlgesprächen prallen verschiedene Interessen und Kriterien aufeinander, vor Allem zwischen den Professoren und den Vertretern der Studierendenschaft. Oft schauen die universitären Mitglieder der Kommission mehr auf die Publikationen und das Forschungsgebiet der Bewerber. Wir als Studierendenvertreter setzen uns jedoch besonders dafür ein, Dozenten für eine gute Lehre und außerordentliches Engagement zu finden. Denn neben der Forschung ist es eine Hauptaufgabe der Professoren, gute Veranstaltungen zu halten, damit Euer Studium interessant und abwechslungsreich ausgestaltet ist.
Auch in Zukunft werden wir uns dafür stark machen, dass wir motivierte und studierendenfreundliche Professoren berufen, die mit ihrer Lehre eine Bereicherung für Euer Studium darstellen.
Denn: gute Publikationen sind nicht alles, man muss auch an die Lehre denken!

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